Informationen zum Staupsauger

Staupsauger - Die Geschichte

Als der Mensch vor rund 10000 Jahren sesshaft wurde und begann sich in bescheidenen Behausungen häuslich einzurichten, kam auch der Wunsch auf, die Hütten sauber zu halten. Jahrtausendelang tat und tut hier der Besen seine Dienste. Dennoch blieb der Eindruck, es nicht wirklich sauber zu haben. Es ist unklar, wann der erste Staupsauger erfunden wurde. Vermutlich gegen 1865 wurde das erste staubsaugerartige Gerät entwickelt. Ein Patent für eine ähnliche Erfindung soll 1876 erteilt worden sein. Von einem modernen Staupsauger war dieses Gerät aber weit entfernt.

In den ersten Jahrzehnten waren Staupsauger ein Statussymbol für reiche Leute. Auch hatten diese keine Lust, sich damit zu beschäftigen und stellten lieber Dienstboten für den Gebrauch an. Erst nach und nach wurden Staubsauger auch für die Normalbevölkerung erschwinglich. Die billigsten Bodenstaubsauger können heute schon für um die 20 Euro erworben werden. Das Luxusgut von vor hundert Jahren ist damit zu einem oft nicht weiter beachteten Massenartikel geworden.

Die bekannteste und älteste Staupsaugerart dürfte der Bodenstaubsauger mit Beutel sein. Er wird wie alle, zumindest im Haushalt befindliche Sauger, mit Strom betrieben. Dieser versorgt einen Elektromotor, der damit ein Gebläse antreibt und somit einen Sog, bzw. einen Luftstrom ausübt. Mit diesem Luftstrom werden auf dem Boden befindliche kleinere Gegenstände und Staub in einen luftdurchlässigen Beutel geblasen. Im Beutel werden nun alle aufgesaugten Verschmutzungen bis zur Kapazitätsgrenze gesammelt. Ist der Beutel voll, wird dies meist durch eine Anzeige auf dem Staupsauger angezeigt. Vorteil dieser Sauger ist die Gründlichkeit während des Saugvorganges. Großer Nachteil ist jedoch, dass immer wieder doch sehr teure Beutel nachgekauft werden müssen.

1947 wurde dann von James Dyson der beutellose Staupsauger erfunden. Wie der Name schon sagt, spart man sich hier im Laufe eines Staubsaugerlebens eine Menge Geld an Beuteln. Bei dieser Art sollte aber nicht zu Billigartikeln gegriffen werden. Anwender berichten darüber, mit einem No-Name Discountsauger nicht wirklich glücklich geworden zu sein. Einsparungen im Beutelsegment, stehen hier einem höheren Preis bei Qualitätsprodukten entgegen. Außerdem wird von vielen die Reinigung als unangenehm empfunden, da dabei oft eine Menge Staub aufgewirbelt wird.

 

Staupsauger im 21. Jahrhundert

Für kleinere Verschmutzungen in der Wohnung oder im Kfz-Bereich bietet sich der Handstaupsauger an. Dieses Gerät wird mit Beutel oder als beutellose Technik angeboten. Meist ist ein Handstaubsauger mit Akkubetrieb erhältlich. Dabei steht das Gerät in einer Basisstation und lädt die Akkus permanent auf, was sich besonders bei häufigem Gebrauch empfiehlt. Wird ein Handstaubsauger jedoch nur gelegentlich benutzt, werden die entleerten Akkus herausgenommen und getrennt wieder aufgeladen oder die Akkus sind fest im Gerät eingebaut und werden dort aufgeladen und danach vom Stromnetz getrennt. Da die Leistung eines Staubsaugers in Watt gemessen wird, beispielsweise 1000 Watt, stoßen diese Sauger aufgrund ihrer bescheiden Akkuleistung, hier schnell an ihre Grenzen. Es ist also nicht möglich, mit einem Handstaubsauger eine ganze Wohnung zu reinigen.

In den letzten Jahrzehnten nehmen die Allergien in der Bevölkerung, vermutlich wohl auch wegen übertriebener Reinlichkeit, immer weiter zu. Die Industrie hat auf diesen Trend reagiert und bietet immer mehr Staubsauger zur Vermeidung von allergischen Reaktionen, etwa gegen Tierhaare an. Diese haben bestimmte Filtersysteme und saugen diese Stoffe aus dem (Teppich)Boden.

 

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